Runder Tisch zum LSK-Projekt

Im laufenden LSK-Projekt „Künstler-Unternehmen-Kooperation“ lud die Projektleitung Künstler und Unternehmensvertreter zur Diskussionsrunde zum Thema „Künstlerische Freiheit oder Auftragsarbeit“ ein. Nach einer Begrüßung durch Projektleiterin Rita Krioukov wurde die Tagesordnung bekannt gegeben. Ziel des Treffens für die teilnehmenden Künstler sollte sein, die eigene Position und den möglichen Angebotswert der eigenen Kunst zu erkennen.

Ein runder Tisch in den Räumen der Kunstschule Berlin bot den Rahmen für eine Diskussion, die vor allem den Künstlern helfen sollte, Berührungsängste in der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen zu verlieren. Die erste Frage, die Moderator des Gesprächs Igor Zaidel zur Diskussion stellte, lautete: „Was steht im Fordergrund der Auftragsarbeit – die Kreativität oder der Auftrag?“. Hier offenbarten sich verschiedene Ansichten der Anwesenden. Als gemeinsamer Nenner zeigte sich schließlich, dass der Grad der künstlerischen Freiheit von Fall zu Fall unterschiedlich und individuell mit dem Kooperationspartner abgesprochen werden müsse.

Der zweite Tagesordnungspunkt der Diskussionsrunde sollte ein gängiges Vorurteil ansprechen, mit dem Künstler zu kämpfen.  „Müssen und sollten Künstler sich verbiegen, um einen Job zu bekommen?“ Auch hier zeigte sich ein breites Spektrum an Meinungen und persönlichen Einstellungen. Es war eine sehr persönliche Einschätzung für jeden Einzelnen. Durch den Denkanstoß waren die Teilnehmer angehalten, eine eigene Haltung zu ihrem künstlerischem Schaffen im kommerziellen Kontext zu finden.

Um die nächste vermeintliche Hürde im künstlerischen Denken anzugehen, kam die dritte und letzte Frage auf den Tisch –  „Welche Probleme kann ich als Künstler mit meiner Arbeit lösen?“. Hier wechselten die Redebeiträge vom vorangegangenen Problembewusstsein in sich neu eröffnende Perspektiven. Die eigene Arbeit wertschätzend als Teil einer auch wirtschaftlich orientierten Wertschöpfung zu begreifen, war für manchen teilnehmenden Künstler neu und erfreulich. Hier fand jeder Antworten für sich selbst. So entstand vor allem bei den Künstlern das Bewusstsein darüber, wie ihr Angebot an Unternehmen formuliert werden kann.

Zum Ausklang der Veranstaltung taten alle, was sie am Besten können. In geselliger Runde malten alle Teilnehmer der Diskussionsrunde und tauschten sich dabei weiter aus.

 

Unser Projekt entstand im Rahmen des Programmes Lokales Soziales Kapital (LSK), bei dem im Land Berlin Mikroprojekte finanziell unterstützt, Beschäftigungschancen für arbeitslose und nicht erwerbstätige Personen entwickelt und deren soziale Kompetenzen gestärkt werden. Die Förderung des Projektes erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Berlin und wird in Kooperation mit den Bezirklichen Bündnissen für Wirschaft und Arbeit in Berlin (BBWA) umgesetzt.

lsk-banner